Zahnimplantate

Zahnimplantate

Eine Titanschraube, die anstelle der verlorenen Zahnwurzel in den Kieferknochen gesetzt und mit einer Keramikkrone versorgt wird. Eine dauerhafte Lösung vom einzelnen fehlenden Zahn bis zum zahnlosen Kiefer.

Dauer
30 bis 60 Minuten pro Implantat
Betäubung
Örtlich (auf Wunsch Sedierung)
Erholung
2 bis 3 Tage bis zum Alltag, 3 bis 6 Monate bis zur Einheilung
Haltbarkeit
Bei regelmäßiger Pflege ein Leben lang

Was ist ein Zahnimplantat?

Ein Zahnimplantat ist eine Schraube aus Titan, die dort in den Kieferknochen gesetzt wird, wo ein Zahn verloren gegangen ist. Sobald der Knochen fest mit der Schraube verwachsen ist, wird darauf eine Keramikkrone befestigt. Das Ergebnis sieht aus wie ein eigener Zahn, fühlt sich so an und kaut auch so.

Anders als bei einer Brücke müssen die Nachbarzähne nicht beschliffen werden. Anders als eine herausnehmbare Prothese sitzt das Implantat fest und bremst den Knochenabbau im Kiefer.

Für wen ist ein Implantat geeignet?

  • Erwachsene, denen ein oder mehrere Zähne fehlen
  • Menschen, die mit herausnehmbaren Prothesen nicht zurechtkommen
  • Alle, deren Kieferwachstum abgeschlossen ist und deren Allgemeinzustand einen kleinen Eingriff erlaubt

Ein schlecht eingestellter Diabetes, starkes Rauchen und bestimmte Knochenmedikamente können den Erfolg beeinflussen. Ein Implantat ist deshalb nicht ausgeschlossen; nach Untersuchung und 3D-Aufnahme erstellt Ihr Chirurg einen Plan, der zu Ihnen passt.

Wie läuft die Behandlung ab?

Untersuchung und Planung

Eine 3D-Aufnahme misst Höhe und Breite des Knochens. Daraus ergibt sich, welche Implantatgröße passt und ob ein Knochenaufbau nötig ist.

Setzen des Implantats

Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung und fühlt sich ähnlich an wie eine Zahnentfernung. Ein einzelnes Implantat dauert meist etwa eine halbe Stunde. Oft kann noch am selben Tag ein provisorischer Zahn eingesetzt werden.

Einheilphase

Der Knochen verwächst mit dem Implantat im Unterkiefer in etwa 3 Monaten, im Oberkiefer in 4 bis 6 Monaten. Essen und Sprechen sind in dieser Zeit problemlos möglich.

Einsetzen der Krone

Es wird ein Abdruck genommen, die Zahnfarbe ausgewählt und die endgültige Krone auf das Implantat geschraubt oder zementiert.

Erholung und Pflege

Eine leichte Schwellung und ein Druckgefühl für einige Tage sind normal; kühlen und die verordneten Medikamente reichen aus. Die meisten Patientinnen und Patienten gehen am nächsten Tag wieder arbeiten. Wie lange ein Implantat hält, hängt vom täglichen Putzen, von Zwischenraumbürsten und einer Kontrolle alle sechs Monate ab.

Warum eine Universitätsklinik?

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Parodontologie und Zahnärztliche Prothetik arbeiten unter einem Dach. Wird ein Knochenaufbau, ein Sinuslift oder eine Zahnfleischkorrektur nötig, ist die passende Fachabteilung im selben Haus.

Häufig gestellte Fragen

Tut das Setzen eines Implantats weh?

Während des Eingriffs spüren Sie dank der örtlichen Betäubung keinen Schmerz. Ein leichtes Druckgefühl an den ersten ein bis zwei Tagen lässt sich mit einfachen Schmerzmitteln gut lindern.

Wie lange halten Implantate?

Mit regelmäßigem Putzen und Kontrollen halten sie Jahrzehnte. Nutzt sich die Krone ab, wird nur die Krone erneuert.

Geht ein Implantat auch bei dünnem Knochen?

Meistens ja. Mit einem Knochenaufbau oder einem Sinuslift lässt sich genug Knochen für ein stabiles Implantat schaffen.

Bekomme ich am selben Tag einen Zahn?

In geeigneten Fällen wird noch am selben Tag ein provisorischer Zahn eingesetzt. Die endgültige Krone wird nach der Einheilung des Knochens angefertigt.

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