Zahnfleischbehandlung (Zahnreinigung und Wurzelglättung)

Zahnfleischbehandlung (Zahnreinigung und Wurzelglättung)

Blutendes, zurückgehendes und entzündetes Zahnfleisch behandeln, mit Zahnsteinentfernung, Wurzelglättung und bei Bedarf chirurgischen Eingriffen.

Dauer
Zahnreinigung 30 bis 45 Minuten
Betäubung
Örtlich bei Wurzelglättung
Termine
1 bis 4
Nachsorge
Alle 3 bis 6 Monate

Was ist eine Zahnfleischerkrankung?

Eine Zahnfleischerkrankung beginnt, wenn bakterieller Belag auf den Zähnen zu Zahnstein verhärtet und das Zahnfleisch reizt. Im ersten Stadium, der Gingivitis, wird das Zahnfleisch rot und blutet. Unbehandelt erreicht die Entzündung den Knochen unter dem Zahnfleisch; das ist die Parodontitis. Mit dem Verlust des Stützknochens werden die Zähne locker und gehen schließlich verloren. Bei Erwachsenen ist die häufigste Ursache für Zahnverlust nicht Karies, sondern eine Zahnfleischerkrankung.

Anzeichen

  • Bluten beim Putzen oder von selbst
  • Rotes, geschwollenes, empfindliches Zahnfleisch
  • Anhaltender Mundgeruch
  • Zurückgehendes Zahnfleisch und länger wirkende Zähne
  • Lockere Zähne oder ein veränderter Biss

Behandlungsmöglichkeiten

Zahnsteinentfernung und Politur

Zahnstein auf der Zahnoberfläche und am Zahnfleischrand wird mit Ultraschall und Handinstrumenten entfernt, anschließend werden die Zähne poliert. Empfohlen alle sechs Monate; dem Schmelz schadet es nicht.

Wurzelglättung (Tiefenreinigung)

Zahnstein und entzündetes Gewebe in der Zahnfleischtasche werden unter örtlicher Betäubung entfernt und die Wurzeloberfläche geglättet. Der Mund wird meist in Vierteln über mehrere Termine behandelt.

Chirurgische Behandlung

Bei tiefen Taschen wird das Zahnfleisch angehoben, um darunter zu reinigen (Lappenoperation). Mit Knochenersatz und Membranen lässt sich verlorener Knochen wieder aufbauen.

Nach der Behandlung

Einige Tage Empfindlichkeit, auch gegen Kälte, sind normal. Ob das Ergebnis hält, entscheidet die tägliche Pflege: zweimal täglich putzen, Zahnseide oder Zwischenraumbürsten, kein Rauchen. Nachsorgetermine alle drei bis sechs Monate in der Parodontologie verhindern, dass die Erkrankung zurückkommt.

Häufig gestellte Fragen

Schadet die Zahnsteinentfernung den Zähnen?

Nein. Es werden nur Zahnstein und Belag entfernt; die Zähne fühlen sich danach glatter und sauberer an.

Wächst zurückgegangenes Zahnfleisch nach?

Nicht von allein. In geeigneten Fällen kann ein Zahnfleischtransplantat die freiliegende Stelle abdecken.

Wirkt sich eine Zahnfleischerkrankung auf die Gesundheit aus?

Ja. Eine Zahnfleischentzündung erschwert die Einstellung eines Diabetes, steht mit Herz- und Gefäßerkrankungen in Verbindung und kann Risiken in der Schwangerschaft erhöhen.

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